Genetik & Herkunft
White Widow entstand Anfang der 1990er Jahre in den Niederlanden aus einer Kreuzung einer brasilianischen Sativa mit einer südasiatischen Indica-Landrasse. Pyramid Seeds pflegt diese Linie mit Fokus auf gleichmäßigen Wuchs, ein verlässliches Terpenprofil und ein stabiles THC-Fenster von 20–22 %. 1995 gewann die Sorte den Cannabis Cup und wurde damit zum Maßstab für eine ganze Generation von Hybriden – ein Status, den sie bis heute hält.
Aroma & Geschmack
Der Geruch ist erdig-würzig und holzig, mit einer harzigen Süße im Hintergrund, die an Karamell oder Candy erinnert. Verantwortlich dafür ist ein Terpenprofil aus Myrcen, Caryophyllen und Pinen: Myrcen liefert die entspannende, erdig-moschige Basis, Caryophyllen die würzig-warme Note, Pinen einen frischen, klaren Abschluss.
Wirkung
Der Effekt setzt zweiphasig ein: Zuerst ein euphorischer, klarer und geselliger Kopf-High mit kreativem Schub, danach eine spürbare körperliche Entspannung ohne harten Couch-Lock bei moderater Dosis. In höheren Dosen kippt die Wirkung stärker Richtung Sedierung und eignet sich dann eher für den Feierabend als für aktive Momente.
Anbau & Ertrag
Indoor blüht White Widow in 60 Tagen (unter LED 53 Tage) und liefert rund 500 g/m², unter einer 720-W-LED auf 1,5 m² bis zu 800–850 g. Die kompakte, verzweigte Wuchsform eignet sich gut für SCROG und LST. In später Blüte sollte die Luftfeuchtigkeit unter 50 % gehalten werden, da dichte Blüten anfällig für Botrytis sind. Outdoor reift sie auf der Nordhalbkugel Ende September und bringt 0,5 bis 1,5 kg pro Pflanze bei ausreichender Luftzirkulation.